Mi, 12:08 Uhr
22.10.2003
1.894 Lebensjahre
Nordhausen (nnz). Ach ja, im nächsten Jahr muß gewählt werden. Es ist fast ein Seufzen, das da in den Parteien in Nordhausen zu vernehmen ist. Warum man die Kommunalwahlen lieber noch ein oder zwei Jahre verschieben möchte, darum hat sich die nnz gekümmert.
Die Wähler im Land Thüringen sollen im kommenden Jahr nicht nur über die Besetzung eines neuen Landtages befinden, sondern sollen sich wahltechnisch auch im Gemeinderäte, Stadträte und den Kreistag kümmern. Und wenn sie dann vielleicht schon im Anfang des nächsten Jahres auf die Kandidatenlisten der Parteien schauen, dann werden sie möglicherweise höchst erstaunt sein.
Den Parteien, die gegenwärtig im Nordhäuser Stadtrat das politische Sagen haben, denen fehlt schlicht und ergreifend der eigene Nachwuchs. Und so wird es kein Wunder sein, wenn viele bekannte Namen wieder auftauchen. Ob das allerdings das Durchschnittsalter der Fraktionen deutlich nach unten korrigieren wird, das bezweifeln politisch interessierte Beobachter. Betrachten wir doch einmal die Altersstruktur:
Die jüngste Fraktion ist die der demokratischen Mitte. Das Durchschnittsalter der drei Fraktionäre, die einst der PDS abhanden gekommen waren, beträgt 39 Jahre. Nur, diese Fraktion wird es in der kommenden Legislatur nicht mehr geben, sie wird vermutlich zu Teilen in die Sozialdemokratie aufgehen.
Das selbe Alter mit 53 Jahren haben CDU und PDS, wobei die Christdemokraten in den Einzelpositionen klar in Front liegen. Sie könnten mit Dr. Ferdinand Spangenberg (72) sofort den Alterspräsidenten stellen. Gibt es aber nicht im Stadtrat, wäre auch zu stressig. Hört man sich in der Nordhäuser Christdemokratie ein bisschen um, so will man auf die beiden altbewährten Kader auch nicht verzichten. Und von den jungen Wilden der JU ist man nicht so begeistert, hier vor allem ob ihrer fehlenden Angepasstheit.
Kommen wir zum Alters-Spitzenreiter, der SPD. Der jüngste SPD-Stadtrat ist mit vier Jahrzehnten Lebenserfahrung Rene Kübler, am oberen Ende rangieren Helmut Bornkessel (72), auch ein heißer Kandidat für den Alterspräsidenten. Ebenfalls im Rentenalter befinden sich Helmut Uebener (65), Dr. Klaus Gebhardt (66) und Prof. Baumann (69). Bislang ist nicht bekannt, ob die Herren eine weitere Legislaturperiode anstreben. Während bei der CDU der Nachwuchs ab und zu von sich reden macht, herrscht bei den Sozis in punkto Jugend eiserne Funkstille. Halt: Einmal meldeten sich die Jusos in diesem Jahr zu Wort: Das Thema war ein Fahrradweg. Bleibt noch nachzutragen: Das Durchschnittsalter der aktuellen SPD-Fraktion betragt 55 Jahre.
Insgesamt machen im Nordhäuser Stadtrat 1.894 Lebensjahre Politik, das entspricht einem Gesamtdurchschnitt von 52,6 Jahren. Bleibt zum Schluß die Frage: Brauchen wir in Nordhausen da überhaupt noch einen Seniorenbeirat?
Autor: nnzDie Wähler im Land Thüringen sollen im kommenden Jahr nicht nur über die Besetzung eines neuen Landtages befinden, sondern sollen sich wahltechnisch auch im Gemeinderäte, Stadträte und den Kreistag kümmern. Und wenn sie dann vielleicht schon im Anfang des nächsten Jahres auf die Kandidatenlisten der Parteien schauen, dann werden sie möglicherweise höchst erstaunt sein.
Den Parteien, die gegenwärtig im Nordhäuser Stadtrat das politische Sagen haben, denen fehlt schlicht und ergreifend der eigene Nachwuchs. Und so wird es kein Wunder sein, wenn viele bekannte Namen wieder auftauchen. Ob das allerdings das Durchschnittsalter der Fraktionen deutlich nach unten korrigieren wird, das bezweifeln politisch interessierte Beobachter. Betrachten wir doch einmal die Altersstruktur:
Die jüngste Fraktion ist die der demokratischen Mitte. Das Durchschnittsalter der drei Fraktionäre, die einst der PDS abhanden gekommen waren, beträgt 39 Jahre. Nur, diese Fraktion wird es in der kommenden Legislatur nicht mehr geben, sie wird vermutlich zu Teilen in die Sozialdemokratie aufgehen.
Das selbe Alter mit 53 Jahren haben CDU und PDS, wobei die Christdemokraten in den Einzelpositionen klar in Front liegen. Sie könnten mit Dr. Ferdinand Spangenberg (72) sofort den Alterspräsidenten stellen. Gibt es aber nicht im Stadtrat, wäre auch zu stressig. Hört man sich in der Nordhäuser Christdemokratie ein bisschen um, so will man auf die beiden altbewährten Kader auch nicht verzichten. Und von den jungen Wilden der JU ist man nicht so begeistert, hier vor allem ob ihrer fehlenden Angepasstheit.
Kommen wir zum Alters-Spitzenreiter, der SPD. Der jüngste SPD-Stadtrat ist mit vier Jahrzehnten Lebenserfahrung Rene Kübler, am oberen Ende rangieren Helmut Bornkessel (72), auch ein heißer Kandidat für den Alterspräsidenten. Ebenfalls im Rentenalter befinden sich Helmut Uebener (65), Dr. Klaus Gebhardt (66) und Prof. Baumann (69). Bislang ist nicht bekannt, ob die Herren eine weitere Legislaturperiode anstreben. Während bei der CDU der Nachwuchs ab und zu von sich reden macht, herrscht bei den Sozis in punkto Jugend eiserne Funkstille. Halt: Einmal meldeten sich die Jusos in diesem Jahr zu Wort: Das Thema war ein Fahrradweg. Bleibt noch nachzutragen: Das Durchschnittsalter der aktuellen SPD-Fraktion betragt 55 Jahre.
Insgesamt machen im Nordhäuser Stadtrat 1.894 Lebensjahre Politik, das entspricht einem Gesamtdurchschnitt von 52,6 Jahren. Bleibt zum Schluß die Frage: Brauchen wir in Nordhausen da überhaupt noch einen Seniorenbeirat?

