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Di, 14:02 Uhr
17.01.2012

Grünes, bildendes Band

Die Spur eines Luchs verfolgen das können Besucher ab heute im Landratsamt Nordhausen. Die Wanderausstellung der Heinz Sielmann Stiftung zum Naturschutzgroßprojekt Grünes Band Eichsfeld-Werratal ist im Foyer des Neuen Landratsamtes in der Behringstraße zu sehen...


Eines der Kernthemen dieser Ausstellung ist der Luchs, die größte Wildkatze Deutschlands, um 1850 ausgerottet und nun wieder im Nationalpark Harz aufwändig ausgewildert wird. Der Weg eines Luchses, der mit einem Sender ausgestattet ist, lässt sich in der Ausstellung nachvollziehen.
Ausstellung eröffnet (Foto: J. Piper)
Ausstellung eröffnet (Foto: J. Piper)
Ausstellung eröffnet (Foto: J. Piper)
Ausstellung eröffnet (Foto: J. Piper)
Ausstellung eröffnet (Foto: J. Piper)
Ausstellung eröffnet (Foto: J. Piper)
„Dieser Luchs hat die Strukturen des Grünen Bandes, die wir auf dem Papier vorgeplant haben, genutzt und ist dort entlang gewandert“, erklärte Maria Schaaf von der Heinz Sielmann Stiftung bei der heutigen Eröffnung. Genau dies ist das Ziel des Naturschutzgroßprojekts: Mithilfe des Grünen Bandes soll an der ehemaligen innerdeutschen Grenze ein durchgängiger naturnaher Korridor entstehen, die die Nationalparke Harz und Hainich verbindet und die Tiere wie der Luchs, die Wildkatze und andere für ihre Wanderungen nutzen können.

Dies ist vor allem wichtig, um bei der Fortpflanzung einen überregionalen genetischen Austausch zu erreichen, um so letztlich auch die Art zu sichern. „Seit drei Jahren läuft dieses Naturschutzgroßprojekt und wir wollen damit ein Angebot für die Region schaffen und die Akzeptanz für den Naturschutz fördern“, sagte Michael Spielmann, Vorstand der Sielmann Stiftung.

Naturschutz bedeute dabei nicht nur Wildnis. In der Landschaftspflege sei es auch manchmal sinnvoll, einen Baum zu fällen, um wertvolle Landschaftsräume offen zu halten und sie vor dem Zuwachsen zu bewahren. Dass gerade das Grüne Band eine historische Dimension in sich birgt, trägt die Ausstellung ebenfalls Rechnung u.a. mit einem Grenzzaun, an dem alte Fotos von der Grenze hängen. „Wir hier als Nordhäuser wissen was es bedeutet, nahe einer Grenze zu leben und Bereiche der eigenen Region nicht betreten zu dürfen“, sagte Loni Grünwald, Beigeordnete des Landkreises, zur Ausstellungseröffnung.

Für die Natur hat die damalige Grenze neue Chancen eröffnet, denn Tiere und Pflanzen konnten sich nahezu ungestört entwickeln. Über insgesamt elf Jahre Projektlaufzeit will die Sielmann Stiftung diese Region auf einer Länge von 130 Kilometern entlang des Grünen Bandes nun entwickeln. Maßgeblich gefördert wird das Vorhaben mit einem Volumen von insgesamt fast 11 Millionen Euro vom Bund, den Bundesländern Thüringen, Hessen und Niedersachsen sowie der Stiftung selbst.

Dabei geht es nicht nur um Naturschutz und Landschaftspflege, auch eine nachhaltige Tourismusentwicklung und Umweltbildung spielen eine wichtige Rolle. „Wir hätten gern am Ende einen durchgängigen Wanderweg von Bad Sachsa bis Eschwege“, sagte Michael Spielmann. Auch die Arbeit mit Schulen sei ein wesentlicher Bestandteil des Projekts. So können auch Schulen in der Region, insbesondere in den Klassenstufen 5 bis 9, über die Heinz Sielmann Stiftung Projektstunden mit fachlicher Anleitung in der Wanderausstellung buchen.

Wer daran Interesse hat, wendet sich bitte direkt an die Stiftung, Telefon 05527/ 914-124 oder per E-Mail an m.schaaf@sielmann-stiftung.de. Mehr Informationen rund um das Grüne Band gibt es auch im Internet unter www.naturschutzgrossprojekt-eichsfeld-werratal.de und www.sielmann-stiftung.de.

Die Wanderausstellung ist bis zum 20. Februar im Landratsamt Nordhausen zu Gast und kann montags bis freitags zu den Geschäftszeiten besichtigt werden.

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