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Mi, 12:06 Uhr
04.01.2012

Aufgeben oder nicht?

Wie ist es um die Zukunft des Ilfelder Schulteils des Herder-Gymnasiums bestellt? Diese Frage wird derzeit nicht nur unter Schülern und Lehrern, sondern auch in der Schulverwaltung und im Kreistag diskutiert. Die nnz mit einem diskutablen Zwischenstand...


„Für uns als Schulträger war der Schulteil Michael Neander des Herder-Gymnasiums in Ilfeld fest im Schulnetz verankert“, unterstreicht Loni Grünwald (Linke), die zuständige Beigeordnete des Landkreises. „An den Schülerzahlen wäre der Standort in keiner Weise gescheitert.“

Problem und damit Anlass für die derzeit diskutierte Schulschließung seien vielmehr fehlende Lehrer. Das Land stelle nicht ausreichend Pädagogen zur Verfügung, um die Herder-Schüler in Nordhausen und Ilfeld adäquat zu unterrichten. In diesem Schuljahr habe der Unterrichtsausfall beispielsweise durch Erkrankungen und Altersteilzeit von Lehrkräften massiv zugenommen, wodurch ein Handlungsdruck entstand.

Das Schulamt in Worbis ist auf den Landkreis als Schulträger zugekommen und in Absprache mit der Schulleitung des Herder-Gymnasiums sei als Lösung für dieses Problem die Schließung des Standorts Ilfeld zum neuen Schuljahr erwogen worden. „Für uns ist die Kontinuität des Unterrichts das Wichtigste“, sagt Hans Rumpf, Leiter der Schulverwaltung im Landkreis.

Das Kultusministerium teilt die Lehrer anhand der Schülerzahlen ein, auf zwei Schulstandorte könne dabei keine Rücksicht genommen werden, wie Bildungsstaatssekretär Roland Merten in einem Gespräch vor Ort in Ilfeld im Dezember sagte. Auch in Gesprächen des Landkreises mit der Schulleitung und dem stellvertretenden Schulelternsprecher wurde die Konzentration des Unterrichts auf den Standort Nordhausen favorisiert, um weiteren Unterrichtsausfall entgegen zu wirken.

Auch der Schulausschuss des Kreistages habe sich bereits mit der Zukunft der Herder-Schulteils in Ilfeld befasst. Man sähe dort eine Schließung zwar ungern, würde aber eine solche Entscheidung mittragen, um die Unterrichtssituation zu verbessern, so Hans Rumpf. „Die aktuell auch diskutierte Gemeinschaftsschule ist als Schulform generell im Zuge unserer Schulnetzplanung im Kreistag diskutiert worden und auch im verabschiedeten Schulnetz verankert. Wir erachten eine Gemeinschaftsschule nur an bestehenden Schulstandorten für sinnvoll, also eine Umwandlung einer bestehenden Schule, wie es in der Schulnetzplanung heißt. Außerdem kann dies nur im Einvernehmen mit den beteiligten Schulleitungen, den Lehrern und Eltern gelingen“, so Loni Grünwald.

„Im Vordergrund kann nur eine Lösung stehen, die unter den jetzt gegebenen Rahmenbedingungen für die Gymnasiasten der Klassen 5 bis 9 in Ilfeld auch weiterhin ein hohes Bildungsniveau gewährleistet, ein gutes Abitur ermöglicht und damit die Konkurrenzfähigkeit bei der weiteren Ausbildung zum Beispiel an Hochschulen sichert“, ergänzt Hans Rumpf. Letztlich müssen nun die Kreistagsmitglieder über die Zukunft der Herder-Schulteils Michael Neander entscheiden.
Autor: nnz

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Kommentare
pro Ilfeld
05.01.2012, 23:36 Uhr
Alles schon längst entschieden???
Der Kreistag in Nordhausen will sich nun also am 31.01.2012 mit der Schließung des Gymnasiums in Ilfeld befassen. Warum eigentlich? Für den Herrn Landrat Joachim Claus ist doch sowieso bereits alles klar. Er winkt ja jede Idee zur Rettung des Ilfelder Schulteils ab. Und obendrein reagiert er ja auch mit Unverständnis auf die Protstete der Menschen gegen diese Schließung. Egal ob es um den Erhalt des Gymnasiums geht oder den Vorschlag der Einrichtung einer Gemeinschaftsschule.

Es bleibt bei der Kreistagssitzung am 31.01.2012 zu hoffen das die Kreistagsmitglieder der SPD, Grünen und eventuell der Linken Fraktion der gleichen Meinung wie Ihre Landtagskandidaten Arndt Schelenhaus (SPD) und John Dauert (Grüne) sind und eine Mehrheit zum Erhalt der Schule in Ilfeld finden.

In einer Sache bin ich mir ziemlich sicher: Steht erst mal ein Teil der Schule in Ilfeld leer wird es auch nicht lange dauern bis die dort noch ansässige Grundschule auch der Streichung zum Opfer fällt. Ich glaube kaum das eine Schule mit einem genutzen und einem nicht genutzen Geäudeteil dann sehr lange zu halten wäre.

Ich möchte, das mein Kind eine gute Schulausbildung vor Ort bekommt in einer Schule die es von der ersten Klasse bis zum Abschluß durchweg besuchen kann, ohne sich ständig an neue Lehrer und Mitschüler gewöhnen zu müssen und ohne alltäglich mit Bus und Zug in andere Orte fahren zu müssen nur weil die bestehende Schule vor Ort wegen irgendwelchen Sparmaßnahmen und einer Zentralisierung (vor allem auf die Kreisstadt) geschlossen wurde.

Ich möchte alle Einwohner von Ilfeld und der umliegenden Gemeinden aufrufen sich persönlich mit einem Protstbrief an Landrat Joachim Claus zu wenden. Oftmals haben solche Aktivitäten schon ware Wunder bewirkt. Und nur ein solches kann der Schulschließung in Ilfeld noch entgegenwirken.
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