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Fr, 10:26 Uhr
25.11.2011

Sorgenkind Südharz

Die Thüringer Beherbergungsbetriebe haben im September 2011 mehr Übernachtungen und Gästeankünfte verzeichnet als im Vorjahresmonat. Im Vergleich zum September 2010 stieg die Zahl der Übernachtungen nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik um 0,8 Prozent auf 916.000. Ein Sorgenkind ist und bleibt jedoch der Südharz...

Die Daten und Fakten (Foto: TLS) Die Daten und Fakten (Foto: TLS)

Insgesamt besuchten 364.000 Gäste den Freistaat, 2,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer pro Gast lag damit, wie auch im September 2010,bei 2,5 Tagen. In Deutschland stieg die Zahl der Übernachtungen nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat um 3 Prozent auf 40,2 Millionen.

Aus dem Ausland kamen im September 2011 etwa 26.000 Besucher (-6,2 Prozent) nach Thüringen. Das waren 7,1 Prozent aller Gäste, im September 2010 waren es noch 7,7 Prozent. Die Zahl der Übernachtungen ausländischer Gäste ging im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,9 Prozent auf 57.000 zurück.

In den Thüringer Reisegebieten war im September 2011 keine einheitliche Tendenz zu erkennen. Im größten der Thüringer Reisegebiete, dem Thüringer Wald, stand einem Rückgang der Übernachtungen um 1,2 Prozent ein Anstieg der Gästezahlen um 3,0 Prozent gegenüber. Im Reisegebiet der Städte (Eisenach, Erfurt, Jena und Weimar) lagen die Übernachtungszahlen aufdem Niveau des Vorjahresmonats, während die Zahl der Gästeankünfte um 1,0 Prozent zurückging.

Der Südharz und das Thüringer Vogtland hatten sowohl rückläufige Übernachtungszahlen als auch weniger Gästeankünfte zu verbuchen. In der Thüringer Rhön hingegen stieg die Zahl der Übernachtungen deutlich um 7,0 Prozent auf 47.000 und auch die Zahl der Gästeankünfte wuchs im Vergleich zum Vorjahresmonat (+2,7 Prozent auf 13.000). Deutliche Zuwächse hatte auch das Reisegebiet „Übriges Thüringen“ zu verzeichnen. Zu diesem Rei-segebiet gehören die Landkreise Eichsfeld, Kyffhäuserkreis, Saale-Holzland-Kreis, Sömmerda,Unstrut-Hainich-Kreis und Weimarer Land sowie der überwiegende Teil des Altenburger Landes.

Gegenüber September 2010 stieg hier die Anzahl der Übernachtungen um 12.000 (+6,1 Prozent) und es konnten 6.000 Gäste mehr begrüßt werden (+9,4 Prozent). Einen deutlichen Anteil an diesem Wachstum hatte unter anderem die überdurchschnittlich gute Entwicklung in den Städten Altenburg, Apolda, Bad Sulza, Leinefelde-Worbis und Mühlhausen. Allein in diesen fünf Städten stieg die Anzahl der Übernachtungen im September 2011 zusammen um rund 7.000 und die Zahl der Gästeankünfte lag um insgesamt 3.300 über den Werten des Vorjahresmonats.

Die „touristischen Auswirkungen“ des Papst-Besuches in Thüringen (in der Mehrzahl 1-Tages-touristen) sind statistisch in der Hotellerie nicht messbar. Betrachtet man die Stadt Erfurt, so haben sich die Gäste- und Übernachtungszahlen im September 2011 gegenüber dem Vorjahreszeitraum rückläufig entwickelt (5,5 Prozent weniger Gäste, 1,8 Prozent weniger Übernachtungen). Hauptgrundist hier nach Aussage der Hotellerie vor allem ein Rückgang im Tagungssegment. Im Landkreis Eichsfeld sind die Gäste- und Übernachtungszahlen im September 2011 um 12,4 bzw. 8,0 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres angestiegen.

Im Durchschnitt waren die insgesamt 66.000 Gästebetten, die im September 2011 in den Thüringer Beherbergungsstätten mit neun und mehr Betten angeboten wurden, zu 44,5 Prozent ausgelastet. Dabei waren zwischen den einzelnen Reisegebieten deutliche Unterschiede zu beobachten. So schwankte die Auslastung der Gästebetten zwischen 54,3 Prozent im Reisegebiet der Städte und 32,1 Prozent im Thüringer Vogtland.

Von Januar bis September 2011 stieg die Zahl der Gästeübernachtungen im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 0,5 Prozent auf 7,3 Millionen. Davon entfielen 6,9 Millionen Übernachtungen auf Gäste aus dem Inland (+0,6 Prozent) und 456.000 Übernachtungen auf ausländische Gäste (-1,5 Prozent). Die Zahl der Gästeankünfte erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 2,3 Prozentauf insgesamt 2,7 Millionen, darunter 198 Tausend ausländische Gäste (-3,6 Prozent).
Autor: nnz

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Kommentare
Peppone
25.11.2011, 20:19 Uhr
Tourismus bringt bei uns keine Übernachtungen!
Wann waren wir hier im Südharz in der Vergangenheit denn mal ein bekanntes Tourismusgebiet? Was hat sich hier in der Gegenwart verändert, um Tourismusgebiet zu werden? Offensichtlich nicht viel!

Wer will eine zerbombte Stadt mit zwangsläufigem sechziger Jahre Flair sehen? Als Nordhäuser kann man nur anmerken - die Stadt hat viel gemacht und kann da nichts dafür, der Landkreis auch nicht, man hat es jetzt jahrelang versucht - ohne nennenswertes Ergebnis!

Wer will unseren Gipskarst mit irgend so einer klebrigen Miere (für Details bitte Herrn Schwarzberg fragen) sehen? Zwei Botaniker aus Halle?

Man sollte aus dem etwas machen, was wir haben. Wir haben mehrere Kiesseen, die man touristisch aufarbeiten kann und die die Leute eventuell mit guten Konzepten interessieren (Tauchstation ist eines davon). Und wir haben eine wirtschaftliche Tradition, die wir uns nicht von zwei Grünen und drei zufriedenen Beamten kaputt machen lassen sollten.

Tourismus bei uns? Fremdenverkehr bzw. Übernachtungen bekommen wir hier nur über den Bedarf funktionierender Unternehmen!
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